Vielheit und Einheit von Wahrheit und Welt

Das Verhältnis von innerer und äußerer Ordnung - aufgezeigt an Theorien von Platon bis zu heutigen Philosophen

Karl-Heinz Wollscheid

Kurzübersicht

In einer Zeit, in der man das Wort „postfaktisch“ zum Wort des Jahres gewählt hat und in der man beständig zwischen Fakten und „Fake News“ unterscheiden muss, stellen sich folgende Fragen dringender denn je: Was ist Wahrheit? Welche Kriterien gibt es für das, was wirklich ist? Im Anschluss daran ergeben sich zwei weitere Fragen: Gibt es nur eine oder viele Wahrheiten? Gibt nur eine oder viele Welten? Der Autor untersucht zahlreiche Theorien von Platon bis zu heutigen Philosophen, die eine Antwort darauf enthalten. Auf dem Ergebnis der Untersuchung aufbauend entwickelt er seine eigene Theorie über: Vielheit und Einheit von Wahrheit und Welt.

ISBN: 978-3-944101-36-1
1. Auflage 2018. Auflage, Einband: Hardcover, Seiten 222, Format DIN A5, Gewicht 1 kg
Lieferzeit: 14 Tage
Verfügbarkeit: Auf Lager
19,80 €

9783944101361

Mehr Ansichten

  • 9783944101361
  • 9783944101361

Details

Karl-Heinz Wollscheid

Vielheit und Einheit von Wahrheit und Welt

Das Verhältnis von innerer und äußerer Ordnung - aufgezeigt an Theorien von Platon bis zu heutigen Philosophen

222 Seiten, Format DIN A5, Hardcover. Preis: 19,80 Euro, ISBN 978-3-944101-36-1, Rhombos-Verlag, Berlin 2018


Zum Buch

In einer Zeit, in der man das Wort „postfaktisch“ zum Wort des Jahres gewählt hat und in der man beständig zwischen Fakten und „Fake News“ unterscheiden muss, stellen sich folgende Fragen dringender denn je:

  • Was ist Wahrheit? Welche Kriterien gibt es für das, was wirklich ist?


Im Anschluss daran ergeben sich zwei weitere Fragen:

  • Gibt es nur eine oder viele Wahrheiten? Gibt nur eine oder viele Welten?


Der Autor untersucht zahlreiche Theorien von Platon bis zu heutigen Philosophen, die eine Antwort darauf enthalten. Auf dem Ergebnis der Untersuchung aufbauend entwickelt er seine eigene Theorie über: Vielheit und Einheit von Wahrheit und Welt.

Einleitung

Hinweis zum Titel

Vielheit und Einheit sind kein Widerspruch, wenn man Einheit nicht als numerische Einheit begreift, wie sie in der Zahl Eins erfasst wird, sondern als Einheit in der Vielheit. Die Menschheit z. B. ist mehr als die sprachliche Einheit aller Menschen, denn alle Menschen tragen in ihren Erbmolekülen dieselbe Erbinformation, nämlich das Humangenom.
Wahrheit gibt es erst, seit es Menschen gibt. Ich vertrete wie Augustinus den Standpunkt, dass Wahrheit nur im Menschen zu finden ist. Auch den Begriff Welt und seine Entsprechungen in anderen Sprachen gibt es erst seit Beginn der Menschheit, nicht jedoch das, was damit bezeichnet wird, denn das Universum gab es längst vor dem Auftreten des Menschen in der Evolution.
Markus Gabriel hat in seinem Spiegel-Bestseller begründet, „Warum es die Welt nicht gibt“ und einen „Neuen Realismus“ propagiert. Ich werde zahlreiche Theorien von Platon bis zu heutigen Philosophen – darunter unter anderem auch seine aktuell verbreitete Theorie – daraufhin untersuchen, wie Wahrheit, Wirklichkeit und Realität bestimmt werden.
Thomas von Aquin definierte Wahrheit als Übereinstimmung von Realität und Intellekt. Man hat seine Theorie der Wahrheit, die auf Aristoteles zurückgeht, als Korrespondenz-Theorie bezeichnet,  d. h., dass es eine Entsprechung zwischen der inneren Ordnung im Menschen und der äußeren Ordnung außerhalb des denkenden und erkennenden Menschen gibt. Ich folge seiner Theorie in Grundzügen, werde sie jedoch modifizieren und unterscheide verschiedene Wahrheiten, ohne deren Einheit aus dem Auge zu verlieren.

Aktueller Anlass

Der akademische Streit um konkurrierende Wahrheitstheorien, z. B. die bereits angesprochene aristotelisch-scholastische Korrespondenz-Theorie oder die linguistisch-konstruktivistische Kohärenz- oder Konsens-Theorie (Sätze sind wahr, wenn sie nicht im Widerspruch zur Logik oder zum allgemeinen Konsens stehen) erscheinen heutzutage vielen als Randproblem von Professoren im Elfenbeinturm. Wer diesen Theorien kritisch gegenübersteht – einmal dahingestellt, ob dies auf Unkenntnis der Theorien oder auf grundsätzlichen erkenntnistheoretischen und ontologischen Bedenken beruht – weist gern darauf hin, dass es angesichts des Umgangs von europäischen und amerikanischen Populisten mit der Wahrheit notwendig ist, sich auf fundamentale Grundlagen des menschlichen Lebens in der Natur und in der Gemeinschaft zu besinnen, die in akademischen Streitfragen nicht geleugnet, aber als selbstverständlich betrachtet werden und dementsprechend nur den Hintergrund bilden.
Dass die fundamentalen Grundlagen der Wahrheitserkenntnis in den Vordergrund treten müssen, erleben wir hautnah seit dem Wahlkampf und dem Amtsantritt von Donald Trump (vgl. DIE ZEIT, 16. 2. 2017, S. 39). Trump leugnet den Klimawandel und bezeichnet ihn als Erfindung der Chinesen. Er behauptet, bei seiner Amtseinführung seien mehr Menschen als bei Obama zugegen gewesen, obwohl Luftaufnahmen dies eindeutig widerlegt haben. Er hat auch erklärt, die Mordrate in den USA sei jedes Jahr angestiegen und die höchste seit 47 Jahren, die Presse verschweige diese angebliche Tatsache. Tatsächlich ist die Zahl der Morde in den USA in den letzten 50 Jahren kontinuierlich zurückgegangen, wie anhand der Kriminalstatistik nachweisbar ist. Trump hat den Autismus als Folge von Impfungen deklariert, einen wissenschaftlich nachgewiesenen Zusammenhang gibt es nicht.

 
Die Aufzählung der Tatsachenverdrehungen ließe sich beliebig erweitern – auch durch Populisten in Europa und Potentaten außerhalb der europäischen Union, die bestrebt sind, ihre Macht in diktatorische Formen auszuweiten.  
Man hat das Wort postfaktisch zum deutschen Wort des Jahres 2016 ausgewählt. Auf eine aggressive Minderheit bezogen ist es berechtigt, ihr Wahrheitsverdrehungen vorzuwerfen, wobei diese Minderheit ihrerseits von der Lügenpresse spricht, einem Ausdruck, der schon bei den Nationalsozialisten sehr beliebt war. Aber man sollte das nicht zum Anlass nehmen, dies auf die Mehrheit unserer Gesellschaft zu übertragen, die sehr wohl Fakten von Fakes unterscheiden kann.
Ein anderes aktuelles Problem hängt damit zusammen, nämlich das verbreitete Bewusstsein, die Welt sei zu unübersichtlich und zu kompliziert geworden. Daraus resultiert eine Sehnsucht nach angeblich klaren, jedenfalls möglichst einfachen Antworten. Schwarz-Weiß-Malerei erscheint dann überzeugender als eine Vielzahl von Farbstufen in einer bunter und globalisierter werdenden Gesellschaft.

Konsequenzen für die Zielsetzung dieses Essays
Gegen die zuletzt genannte Sehnsucht nach einfachen Antworten auf die Frage nach dem, was wahr und wirklich ist, habe ich mir in diesem Essay zwei Ziele gesetzt: Einerseits den Aufweis, dass es eine Einheit der Wahrheit und der Wirklichkeit gibt, andererseits  die Erkenntnis, dass diese Einheit aus verschiedenen Blickwinkeln und unter verschiedenen Aspekten betrachtet und mit Hilfe verschiedener Methoden sehr unterschiedlich erfasst werden kann.
Zur Unterscheidung zwischen Fakes und Fakten ist eine Rückbesinnung auf fundamentale Wahrheitskriterien – unterhalb der akademischen Streitigkeiten – dringend notwendig. Das gleiche gilt für die Grundlage aller Theorien über die Wahrheit: Die Erfahrung, dass ich bin und dass es ein Nicht-Ich gibt, also eine äußere Welt, braucht man nicht zu beweisen, und es ist auch sinnlos, solche Erfahrungen grundsätzlich in Frage zu stellen.
Eine Untersuchung der erkenntnistheoretischen und der ontologischen Wahrheit – also der Themen des akademischen Streits in diesem Bereich – wird damit nicht überflüssig. Das Ergebnis kann sowohl die einfache Unterscheidung von Fakten und Fälschungen als auch das Verhältnis vom erkennenden Subjekt und der erkennbaren Wirklichkeit vertiefen und erhöhen. Es geht allerdings dabei nicht mehr um die Verifizierung oder Falsifizierung simpler Tatsachen, sondern um philosophische Fragen, deren Beantwortung zum Erstellen eines autonomen Lebensentwurfs nicht umgangen werden kann, der auf einem reflektierten Menschen- Welt- und Gottesbild beruhen muss. Dies ist der Grund dafür, dass ich dieser Frage den größten Teil meiner Untersuchungen widme. Es geht dabei um die Stellung des Menschen im Kosmos, die zutreffend oder unzutreffend, bzw. wahr oder falsch bestimmt werden kann.
Im 1. Kapitel erörtere ich die Antwort antiker und mittelalterlicher Philosophen auf die Frage nach Wahrheit und Welt, im 2. Kapitel die diesbezüglichen Theorien vom 17. bis zum 19. Jahrhundert und im 3. Kapitel die Theorien im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert. Die jeweilige Antwort der daraufhin von mir befragten Philosophen kann man nicht vollständig erfassen, wenn man sie aus dem Kontext des Gedankensystems und des darin enthaltenen Menschen- und Weltbildes herauslöst. Daher ist es notwendig, den Kontext zumindest zu skizzieren, eine ausführliche Darstellung würde auf eine allgemeine Philosophiegeschichte hinauslaufen, was nicht beabsichtigt ist.
Ich werde die mir wichtig erscheinenden Gesichtspunkte durch ausgewählte Zitate aus dem Werk eines Philosophen belegen und anschließend kommentieren. Die Auswahl ist von folgenden Fragen geleitet: Wie wird Wahrheit definiert? Welche Kriterien der Wahrheit werden genannt? Wie wird das Verhältnis von Innen und Außen bestimmt?

Über die erkenntnistheoretischen Fragestellung hinaus möchte ich wissen, wie ein Philosoph seine Ontologie (die Lehre vom Sein und vom Seienden) und – damit zusammenhängend – seine Metaphysik (die Lehre von tieferen Ursachen) ausgestaltet und begründet.
Meiner zusammenfassenden Antwort auf diese Fragen im 5. Kapitel habe ich ein 4. Kapitel vorangestellt, in dem ich die grundlegenden Voraussetzungen meiner Theorie erörtere. Ich betrachte die Erkenntnistheorie als Eingangstor zur Ontologie. Der Schluss meines Essays enthält eine zusammenfassende Darstellung dessen, was ich unter der Vielheit und Einheit der Wahrheit und der Welt verstehe.

Wirklichkeit und Realität

Bei der Erörterung der verschiedenen Theorien über die innere und äußere Ordnung verwende ich zunächst eine vereinfachte Sprachregelung, die Wirklichkeit, Realität, das Existierende und das, was es gibt, gleichsetzt. In meiner eigenen Theorie gehe ich jedoch davon aus, dass die Wirklichkeit weiter gespannt ist als die Realität: Alles, was existiert, ist wirklich, aber das Existierende ist nicht allein das, was wirklich ist. Reale Systeme sind aus materiellen Teilen zusammengesetzt, sie existieren. Dazu kommen Eigenschaften (Attribute) realer Systeme und Beziehungen (Relationen) zwischen realen Systemen, die auch als Sachverhalt bezeichnet werden.
Mein Oberbegriff Wirklichkeit umfasst alles, was wirksam ist, d. h., was etwas bewirken kann oder was verwirklicht ist. Es gibt nicht-materielle Energien, die vom Urknall an der Wirkung fähig waren und sind und in vielfacher Form wirkend und verwirklicht sein können. Es gibt auch Gedanken: Der gedankliche Befehl an meinen Arm, sich zu beugen, kann verwirklicht werden. Ein geflügeltes Pferd mit acht Beinen gibt es dagegen nicht wirklich, sondern nur in meiner Vorstellung.
Bei der Erörterung der meisten philosophischen Theorien kommt man nicht daran vorbei, vorläufig die angesprochene Gleichsetzung zu verwenden. In den von mir ausgesuchten Zitaten von Philosophen werde ich auf die Eigenart ihres Verständnisses von Wirklichkeit hinweisen, aber wenn ich beständig Differenzierungsunterschiede bis in alle Einzelheiten untersuchen sollte, geriete der Grund-Ansatz ihrer Theorie aus dem Blickfeld. Die von ihnen verwendeten Begriffe weichen zum Teil erheblich von meiner Sprachregelung ab. Für Heidegger bedeutet Existenz etwas ganz anderes als das, was ich zuvor skizziert habe, nämlich die Seinsbestimmung des menschlichen Daseins. Konstruktivisten und Phänomenalisten verstehen unter dem Ausdruck das, was es gibt, nur das, was mir als inneres Abbild der Wirklichkeit erscheint. Cicero und Boethius meinen mit id quod est, das Seiende, bzw. das Existierende. Sie kennen aber auch noch das Sein des Seienden, das auf einen übergeordneten Begriff verweist.
Angesichts dieses Sprachwirrwars ziehen sich viele heutige Philosophen in ihr Schneckenhaus zurück. Sie erklären jeden Versuch einer einheitlichen Betrachtung der Welt für unfruchtbar oder gar unmöglich. Ich halte es dagegen für notwendig, eine Sprachregelung zu finden, die allgemeinverständlich und konsistent durchhaltbar ist. Dies schließt nicht aus, dass die zunächst vorläufig verwendeten Wörter an ihrer Definition in philosophischen Theorien gemessen und in meiner eigenen Theorie präzisiert werden.

Die Pilatus-Frage    

Mein Essay hätte auch den Titel tragen können: „Was ist Wahrheit?“, eine Frage, die ein gläubiger Christ mit der Pilatusfrage in der Bibel verbindet. Im Johannesevangelium (18, 37 ff.) sagt Jesus im Verhör durch Pilatus: „Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“ Pilatus stellt ihm daraufhin die Frage: „Was ist Wahrheit?“
Jesus antwortet nicht darauf; anschließend lässt Pilatus ihn geißeln und verurteilt ihn später zum Tod am Kreuze.
Die unbeantwortete Pilatusfrage – in den anderen drei Evangelien nicht enthalten – ist wahrscheinlich von griechisch-römischen Strömungen der damaligen Philosophie beeinflusst, die der uns unbekannte Schriftsteller des Johannesevangeliums (jedenfalls nicht mit dem Apostel Johannes zu verwechseln und wahrscheinlich auch nicht identisch mit dem Verfasser der Apokalypse) etwa im Jahr 100, als er dieses Evangelium schrieb, dem Statthalter des römischen Kaisers in den Mund legt. Siebzig Jahre nach dem beschriebenen Ereignis kann man nicht von einem historischen Bericht ausgehen. Keiner der neutestamentlichen Schriftsteller war Augenzeuge, auch Paulus nicht, wie er selbst bestätigt.
Im 14. Kapitel des Johannesevangeliums sagt Jesus: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Joh 14, 6) Ohne näher darauf einzugehen, was der Evangelist Johannes unter Wahrheit“ versteht, möchte ich jedoch soviel anmerken, dass es mir sinnvoller erscheint, anstatt die Katechismusweisheit zu verbreiten, dass Jesus Christus durch seinen Tod die Menschheit erlöst habe, davon zu sprechen, dass der Wanderprediger Jesus von Nazaret einen Weg gezeigt hat, wie die Menschen erlöster zusammenleben können, nämlich, indem sie Gottesliebe, Nächstenliebe und Selbstliebe praktizieren.
Die Frage: „Was ist Wahrheit?“ wurde – wie bereits angedeutet – von griechischen und römischen Philosophen thematisiert, größtenteils mit der Frage gekoppelt: „Was ist Seiendes?“. Dadurch war ein Problem grundgelegt, dass sich bei der Beantwortung der Pilatusfrage wie ein roter Faden durch alle Antworten zieht, nämlich wie das Verhältnis von innerer Erkenntnis und äußerer Wirklichkeit bestimmt werden kann, und dies ist auch das Thema meines Essays.  

Hinweis zu Form und Herkunft von Zitaten

Die Zitate aus Werken von Aristoteles und Thomas von Aquin sind den zweisprachigen Ausgaben des Meiner-Verlags entnommen.
Die Belege der aristotelischen Schriften beruhen auf den Seiten der Preußischen Akademie-Ausgabe von I. Bekker, Berlin 1831, nach der die Aristoteles-Texte international zitiert werden.
Das altgriechische Eta (wie ä auszusprechen) gebe ich durch ë wieder, um es von Epsilon (meistens wie geschlossenes e auszusprechen) unterscheiden zu können. Omega (geschlossenes langes o) ersetze ich durch ō, um den Unterschied zu Omikron (offenes o) kenntlich zu machen.
Die Zitate aus der Kritik der reinen Vernunft von Immanuel Kant geben die Seitenzahlen der Originalausgabe A von 1781 und der überarbeiteten Ausgabe B von 1787 wieder.
Ein großer Teil der Zitate wurde entnommen aus: Digitale Bibliothek. Bd. 2: Philosophie von Platon bis Nietzsche. In den meisten Fällen belege ich diese Zitate mit Angabe des Kapitels oder des Paragraphen aus der angegebenen Schrift des Autors. Wo das nicht der Fall ist, verwende ich dafür das Kürzel DB gefolgt von der darin verwendeten Seitenzahl.
Die Bibelzitate sind der Einheitsübersetzung der Bibel entnommen, die von den Bischöfen aller deutschsprachigen Diözesen lizensiert wurde (Herder 1991).
Alle Zitate sind der neuen Rechtschreibung größtenteils angepasst, z. B. ist daß stets durch dass ersetzt.

Literaturangaben am Ende des Essays, soweit sie nicht der Digitalen Bibliothek entnommen wurden.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung    9
Hinweis zum Titel    9
Aktueller Anlass    10
Konsequenzen für die Zielsetzung dieses Essays    11
Wirklichkeit und Realität    13
Die Pilatus-Frage    14
Hinweis zu Form und Herkunft von Zitaten    16

1 Wahrheitslehre in der Antike und im Mittelalter    17
1.1 Platon    17
Höhlengleichnis    17
Stufen der Erkenntnis    18
Urbild und Abbild    20
Hypothesis    21
Das Gut-Schön-Wahre    22
Sinnenwelt und Gedankenwelt    23
Teihabe (Methexis)    24
Seelenwanderung und Wiedererinnerung    25
1.2 Aristoteles    27
Philosophie als Wissenschaft von der Wahrheit    27
Aristotelische Kritik an der Lehre Platons    28
Hylemorphismus, Ideenrealismus und Seelenlehre    30
1.3 Augustinus    34
Wahrheit im Innern des Menschen    34
Illumination    35
Innere Beobachtungen und Unsterblichkeit der Seele    38
1.4 Thomas von Aquin    40
Was ist Wahrheit?    41
Die Ordnung unserer Erkenntnis    42
Gibt es eine einzige Wahrheit?    43
Mittelstellung des Verstandes    45
Nihil est in intellectu quod non sit prius in sensu    46
Tranzendentalien    47

2 Wahrheitslehre vom 17. bis zum 19. Jahrhundert    49
2.1 Descartes    49
2.2 Spinoza    54
2.3 Leibniz    58
2.4 Locke    66
Tabula-rasa-Theorie    67
Die Wirklichkeit des Wissens    69
2.5 Berkeley    72
2.6 Hume    77
Wahrheit    77
Assoziation    79
Erfahrung    80
Metaphysik und Religion    82
2.7 Kant    83
Was ist Wahrheit?    83
Die Reihenfolge der Erkenntnisschritte    86
Idee, Ideal und Realität    87
Abgrenzung vom Sensualismus    88
Unerkennbarkeit der Wirklichkeit außer uns    90
2.8 Schelling    92
2.9 Hegel    98
Dialektik    98
Absoluter Geist    99
Berufung auf Aristoteles    101
Kritische Betrachtung der Lehre Hegels    103
2.10 Positivismus    106
Skizze der Wurzeln    106
Comte    108

3 Wahrheitslehre im 20. und 21. Jahrhundert    115
3.1 Heidegger    115
Hermeneutik    115
„Sein und Zeit“    116
3.2 Adorno    121
3.3 Wittgenstein    127
3.4 Aktuelle Wahrheitsheorien    131
R. D. Precht    131
R. Grossmann    135
U. Meixner    141
M. Gabriel    146
T. Nagel    160
G. Vollmer    167

4 Grundlegende Voraussetzungen meiner Theorie    177
4.1 Nominalisierung und Substantivierung    177
4.2 Übereinstimmung    180
4.3 Gott als Ursache ewiger Wahrheiten    184
Zusammenfassung der theologischen Wahrheitslehre    184
Beseitigung der Mängel    187
Rückbesinnung auf den verbleibenden Kern    189
4.4 Verschiedenheit und Einheit der Welt    190
Gedankenwelt    191
Wahrnehmungswelt    192
Welt der transzendenten und metaphysischen Ursachen    195
Die Einheit der verschiedenen Welten    197
4.5 Voraussetzungen meiner Erkenntnistheorie    200
Das Verhältnis zwischen Innen und Außen    200
Ablehnung der Identitätstheorie und des Panlogismus    203
Das Verhältnis von Erkenntnistheorie und Ontologie    205
Erweiterte Ontologie    208

5 Meine Theorie von Wahrheit und Wirklichkeit    213
5.1 Meine Erkenntnistheorie: Dialektisch-analoge Teilhabe    213
5.2 Wahrheit in inneren Entscheidungen    214
5.3 Wahrheit in Urteilen über die Wirklichkeit    216
Literaturangaben    221

Zusatzinformation

Gewicht 1
Lieferzeit 14 Tage