Flächennutzungsmonitoring IV

Genauere Daten – informierte Akteure – praktisches Handeln

Gotthard Meinel, Ulrich Schumacher, Martin Behnisch (Hrsg.)

Kurzübersicht

Der vierte Band der Serie Flächennutzungsmonitoring fokussiert auf Methoden und Programme der Flächenerhebung. Vor diesem Hintergrund widmen sich die Beiträge des 4. Dresdner Flächennutzungssymposiums der Diskussion internationaler Entwicklungen, der Entwicklung von Indikatoren zur Beschreibung der Flächennutzungsstruktur, der Analyse von Gebäudebeständen, dem Angebot an kleinräumigen Daten und der Beschreibung von Analyse- und Prognoseverfahren. Das verbesserte Angebot amtlicher aber auch freier Geodaten (z. B. OpenStreetMap) und innovative Berechnungsverfahren der geographischen Informationswissenschaft führen zu noch genaueren Informationen für die Akteure der Raumentwicklung. Ein Beispiel dafür sind statistische Aussagen zum deutschen Gebäudebestand auf Basis von Gebäudegeometriedaten (Hausumringe/Hauskoordinaten).
ISBN: 978-3-944101-03-3
Veröffentlicht: Dezember 2012, 1. Auflage, Einband: Broschur, Abbildung und Tabellen: Zahlreiche, z.T. farbige Abildungen und Tabellen, Seiten 252, Format DIN B5, Gewicht 0.5 kg
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Details

Gotthard Meinel, Ulrich Schumacher, Martin Behnisch (Hrsg.)

Flächennutzungsmonitoring IV

Genauere Daten – informierte Akteure – praktisches Handeln

Veröffentlicht: Dezember 2012, Band 60. Einband: Broschur. Zahlreiche, z.T. farbige Abildungen und Tabellen. 252 Seiten. Format 168 x 240. ISBN 978-3-944101-03-3. Preis: 39,80 Euro.

Band 60 der Reihe "IÖR Schriften", herausgegeben vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. (IÖR) Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Bernhard Müller Weberplatz 1, 01217 Dresden Tel.: (0351) 4679-0, Fax.: (0351) 4679-212 E-Mail: info@ioer.de, Homepage: http://www.ioer.de

Zum Buch

Die Themen Flächennutzungsentwicklung und das verlässliche Flächennutzungsmonitoring unter Berücksichtigung der Ziele einer nachhaltigen Flächenhaushaltspolitik gewinnen für die Politik, die Raumplanung und den Umweltschutz immer größere Bedeutung angesichts weiter zunehmender Flächenkonkurrenzen und ambitionierter Flächensparziele. Inzwischen ist eine intensive Fachdiskussion in Gang gekommen, wie und auf welcher Datengrundlage die Flächeninanspruchnahme von Siedlung und Verkehr gemessen werden kann, wie in Ergänzung zur amtlichen Flächenerhebung qualitative Aspekte der Flächennutzung einbezogen werden können, welche Rolle neue hochauflösende topographische Geobasisdaten und Gebäudedaten dabei spielen, wie Flächenentwicklungspotenziale erfasst und wie entsprechende Analyseergebnisse übersichtlich und verständlich visualisiert werden können. Die vorliegende Buchpublikation vereint in diesem Kontext aktuelle Beiträge aus Wissenschaft und Praxis. So werden Antworten zu Fragen nach Flächenerhebungsmethoden, zum fernerkundlichen Flächenmonitoring, zur indikatorbasierten Beschreibung ausgewählter Aspekte der Flächennutzungsstruktur, zum Einsatz von Geobasisdaten, zu Gebäudeerhebungen und -bestandsanalysen, zu kleinräumigen Datenangeboten und Analyseverfahren zur Siedlungsstruktur sowie zur Prognose der Flächenentwicklung gegeben. In diesem Band sind die Beiträge des 4. Dresdner Flächennutzungssymposiums vereint. Damit wird eine Veröffentlichungsreihe zu dieser Thematik fortgesetzt nach dem Erscheinen von Flächennutzungsmonitoring (Shaker Verlag, Aachen, ISBN 978-3-8322-8740-5), Flächennutzungsmonitoring II (RHOMBOS-Verlag, Berlin, ISBN 978-3-941216-47-1) und Flächennutzungsmonitoring III (RHOMBOSVerlag, Berlin ISBN 978-3-941216-68-6).

Vorwort

Ein verlässliches Flächennutzungsmonitoring auf allen räumlichen Ebenen vom Bund bis zur Gemeinde ist zur Bewertung der Flächenentwicklung für die verantwortlichen Akteure unerlässlich. Gerade im Zusammenhang mit Flächensparzielen müsste die Wirk samkeit von Plänen und Programmen überprüft werden. In dieser Hinsicht bleiben in der Praxis derzeit viele Wünsche offen, beispielsweise eine abgestimmte Methodik zur Erfassung und dem Monitoring städtischer Innenentwicklungspotenziale.

Die zunehmende Verfügbarkeit digitaler amtlicher Geobasisdaten bietet inzwischen eine gute Grundlage die Bodenbedeckung, die Flächennutzung sowie den Gebäudebestand räumlich verortet zu erheben, zu analysieren und in der Entwicklung darzustellen und auch Prognosen in Kombination mit statistischen Daten zu wagen. Hierzu wäre ein kostenfreier oder -günstiger Zugriff auf diese Geobasisdaten und abgestimmte Berechnungsverfahren wünschenswert.

Neue Entwicklungen aus Wissenschaft und Praxis zu dieser Thematik vorzustellen und zu diskutieren ist Ziel des alljährlich ausgerichteten Flächennutzungssymposiums. In diesem Band sind fast alle Beiträge des nunmehr 4. Dresdner Flächennutzungssymposiums, welches vom 14.-15. Juni 2012 stattfand, in schriftlicher Fassung dokumentiert. Sie umspannen die Themenbereiche Methodik und Programme der Flächenerhebung, fernerkundliches Flächenmonitoring, Indikatoren zur Beschreibung der Flächennutzungsstruktur, internationale Entwicklungen, Gebäudeerhebung und -bestandsanalysen, Kleinräumige Datenangebote und Analyseverfahren, Monitoring- und Prognose verfahren sowie deren Ergebnisse zur Flächennutzungsentwicklung.

Von den zahlreich vorgestellten fachlichen Entwicklungen seien stellvertretend das Flächeninformationssystem ruhrFIS vom Regionalverband Ruhr und das Projekt Raum+ zur Erhebung, Bewertung und Monitoring von Siedlungsflächenpotenzialen in Rheinland- Pfalz genannt. Auch auf europäischer Ebene tut sich viel: So halten beispielsweise der European Urban Atlas sowie die GMES Land-Dienste vergleichbare Geodaten zur Landnutzungsstruktur und -entwicklung von Städten und Landschaften in Europa bereit, welche stärkere Beachtung finden sollten.

Unstrittige Diskussionsergebnisse des diesjährigen Symposiums waren: Die vorliegenden Daten der amtlichen Flächenerhebung sind in der bundesdeutschen kommunalen Praxis dringend ergänzungsbedürftig. Die Informationslage zur Flächennutzung und ihrer Entwicklung könnte mit der breiten Nutzung neuer amtlicher Geobasisdaten wie ALKIS und 3D-Gebäudemodellen sowie freier Geodaten (z. B. OpenStreetMap) und abgestimm- ter Berechnungsverfahren verbessert werden. In der Analyse und Visualisierung ist ein Trend zu Rasterkarten unübersehbar. Die tendenziell größer werdenden und sich damit einem langfristig angelegten Monitoring entziehenden administrativen Gebietseinheiten können auf diese Weise sinnvoll um kleinräumige, hierarchisch strukturierte und zeitlich konstante Analyseeinheiten ergänzt werden, wozu sich quadratische Gitterzellen mit einheitlichem europäischen Raumbezug hervorragend eignen.

Die Präsentationen der einzelnen Beiträge als ergänzende Informationen sind im Internet über den Monitor der Siedlungs- und Freiraumentwicklung (IÖR-Monitor) unter der folgenden Adresse zu finden:
www.ioer.de/4_DD_Flaechennutzungssymposium/

Allen Autoren sei herzlich gedankt für die sehr gute Zusammenarbeit im Redaktionsprozess.

Autoren und Herausgeber wünschen allen Lesern  neue  interessante  Erkenntnisse und vor allem Erfolge auf dem Weg des Flächensparens im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.

Gotthard Meinel, Ulrich Schumacher, Martin Behnisch  

Dresden, November 2012

 

Inhaltsverzeichnis

Flächenerhebung und Monitoring


Regionales kooperatives Flächenmonitoring im Ruhrgebiet
Claas Beckord, Nicole Iwer    3


Monitoring und Bewertung von Siedlungsflächenpotenzialen in Rheinland-Pfalz – das Projekt Raum+
Hany Elgendy, Sabine Michels, Sina Bodmer     11


Flächeninanspruchnahme und Bodenversiegelung im Freistaat Sachsen – Stand und Begegnungsstrategie
Bernd Siemer, Erik Nowak     21


Landnutzungsmonitoring und räumliche Analytik in der Wiener Stadtplanung
Helmut Augustin     31


Neue Entwicklungen und Analyseergebnisse des Monitors der Siedlungs- und Freiraumentwicklung sowie Schlussfolgerungen für das Flächenmonitoring Gotthard Meinel, Tobias Krüger, Ulrich Schumacher, Jörg Hennersdorf,
Jochen Förster     41


Geobasisdaten – Stand und Entwicklung
Differenzierte Freirauminformationen durch Fernerkundung – Das Digitale Land- bedeckungsmodell DLM-DE und Integrationsmöglichkeiten in das ATKIS Basis-DLM Stephan Arnold     55


Quo Vadis ATKIS, Perspektiven zur GeoInfoDok 7
Wolfram Kunze     63


ALKIS – Grundlage der neuen amtlichen Flächenerhebung – Erfahrungen mit Migration und Rückmigration in Rheinland-Pfalz
Marcel Weber     71


Fernerkundliches Flächenmonitoring
Operationelles Monitoring von Flächennutzung und Bodenbedeckung – Entwicklungsstand des europäischen GMES Land Dienstes
Markus Jochum     79


Flächennutzung und Bodenbedeckung – Informationsangebot des European Urban Atlas für Planung und Statistik
Wolfgang Steinborn    85


Auf dem Weg zu einem Monitoring der Bodenversiegelung – Herausforderungen und Lösungsansätze
Wieke Heldens, Thomas Esch    95


Internationale Entwicklungen

Harmonisierung nationaler Flächennutzungsdaten in Europa durch INSPIRE – Stand und Perspektive
Walter Richter    107


Harmonised European Land Monitoring – Ein partizipativer Prozess als europäisches Verbundprojekt
Herbert Haubold    115


Indikatoren
Integration der Bodenfunktionsbewertung in Planungsverfahren über den Indikator Raumwiderstand Boden
Andreas Knoll, Gertraud Sutor    127


Indikatoren zur Landschaftsvielfalt
Ulrich Walz    133


Gebäudeerhebung und -bestandsanalysen
OpenStreetMap – Datenqualität und Nutzungspotenzial für Gebäudebestandsanalysen
Marcus Götz    143


Auswertungen zum Gebäudebestand in Deutschland auf Grundlage digitaler Geobasisdaten
Martin Behnisch, Gotthard Meinel, Manuel Burckhardt, Robert Hecht    151


Kleinräumige Datenangebote und Analyseverfahren
Stadtbeobachtung im BBSR – Methodik und ausgewählte Ergebnisse
Jürgen Göddecke-Stellmann    161


Probleme und Lösungen auf dem Weg zu kleinräumigen innerstädtischen Statistiken
Michael Haußmann    169
Verfahren der Generierung mikrogeographischer Datenangebote zu Bevölkerung, Haushalten, Wohnungen, Gebäuden, Quartieren und Arbeitsplätzen
Rolf Küppers    175


Prognosen

Wie viel Fläche wird wo und wie verbraucht? Trends, Szenario 2030 und Bewertung
Roland Goetzke, Fabian Dosch, Gisela Beckmann, Jana Hoymann,
Martin Distelkamp    185

Wie viel neue Wohnbaufläche wird wo nachgefragt? Schlussfolgerungen aus der BBSR-Wohnungsmarktprognose 2025
Matthias Waltersbacher    195

Wohnbaulandprognosen – Stärken, Schwächen, neue Ansätze
Irene Iwanow, Daniel Eichhorn, Holger Oertel, Sylke Stutzriemer,
Robin Gutting    205

Verlässlichkeit von Bevölkerungsvorausberechnungen unter Berücksichtigung kleinräumiger Migrationsprozesse – Erfahrungen aus dem Demographiemonitor Reinhard Loos, Hannah Amsbeck    217

Methodik und Probleme regionaler ökonomischer Projektionen
Maike Irrek, Oliver Holtemöller    227


Autorenverzeichnis    235

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