Eigentümerstandortgemeinschaften und Urban Governance

Eine Untersuchung kollektiven Handelns in der Stadtentwicklung am Beispiel von Wohnquartieren im demografischen Wandel

Elena Wiezorek
ISBN: 978-3-941216-64-8
Veröffentlicht: August 2011, Einband: Broschur, Abbildung und Tabellen: zahlreiche Abbildungen und Tabellen, einige davon in Farbe, Seiten 372, Format DIN B5, Gewicht 0.74 kg
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Eigentümerstandortgemeinschaften und Urban Governance

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IÖR Band 54
Reihe "IÖR Schriften", herausgegeben vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. (IÖR)
Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Bernhard Müller, Weberplatz 1,  01217 Dresden
Tel.: (0351) 4679-0, Fax.: (0351) 4679-212, E-Mail: info@ioer.de, Homepage: http://www.ioer.de

Die Stadtenwiclungspolitik in Deutschland formuliert aufgrund veränderter Rahmenbedingungen wie dem demografischen Wandel, der Globalisierung der Wirschaftsbeziehungen oder auch veränderter öffentlicher Finanzen, die normative Idee, Stadtquartiere durch eine intensivere Beteiligung privater Akteure zu entwickeln. Bisherige Versuche der Städtebauförderung die Einbindung privater Kleineigentümer in quartiersbezogene Handlungsansätze zu stimulieren zeigen, dass dies bislang nur unzureichend gelingt. Auf rationalen Handlungslogiken basierende Theorien sprechen im Zusammenhang der privaten Erstellung öffentlicher Güter sogar von "Marktversagen". Und trotzdem existieren bereits erste Eigentümerstandortgemeinschaften (ESG) in Deutschland. Was ermöglichte dieses private Engagement? Angesichts fehlender empirischer Daten über freiwilliges kollektives Handeln privater Eigentümer in der Qartiersentwicklung, geht die vorliegende Dissertation der Frage nach, welche Faktoren die Entstehung von ESG bestimmen und die institutionelle Struktur von ESG charakterisieren.

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein vergleichendes Fallstudiendesign mit ESG in Dortmund, Essen und Görlitz gewählt. Die Ergebnisse der Dissertation verdeutlichen, dass ESG als abhängige Variable sowohl durch die individuellen Interessen bzw. Handlungsstrategien der Immobilieneigentümer bei der Bewirtschaftung ihrer Immobilien, als auch durch den Steuerungsanspruch staatlicher Akteure in der Quartiersentwicklung bestimmt werden. Die Autorin leitet die individuellen und kollektiven Handlungsstrategien der Akteure her und setzt sich mit der individuellen Motivation zum Handeln auseinander. Zusätlich werden grundlegende institutionelle merkmale von ESG und ihre Eigenheit als Urban Governance-Ansatz diskutiert. Aus den als Hypothesen formulierten Ergebnissen werden abschließend Schlussfolgerungen für die Praxis sowie der weitere Forschungsbedarf abgeleitet.

Current urban development policy formulates the idea to reach a positive development of structurally weak quarters by a more intensified participation of private sctors in collective approaches. In view of the missing of empirical data on voluntary action by private proprietors in the urban development, the PhD thesis investigates which factors determine the establishment of Local Property Owner Partnership (LoPOPs) and characterize their institutional structure. A comparative case study design with LoPOPs in Dortmund, Essen and Görlitz was chosen. The results were formulated as hypotheses.

 

Die Autorin:

Dr. Wiezorek hat an der Technischen Universität Berlin Stadt- und Regionalplanung studiert und mit dem Examen als Diplom-Ingenieur abgeschlossen. Anschließend war sie als Projektleiterin in der Stadtsanierung und als  Geschäftsführerin einer City-Management-Gesellschaft tätig. Sie hat über das Thema „ Privatinitiativen im Umgang mit Wohnquartieren im demografischen Wandel„ promoviert.
Seit dem 1. April 2011: stellvertretende und seit dem 1. September Hauptgeschäftsführerin der Kammer für die Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner (Architektenkammer Rheinland-Pfalz)

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