Emetophobie – Die Angst vor dem Erbrechen
Psychologie, aktueller Forschungsstand und Hilfe zur Selbsthilfe

Autor: Yvonne Höller; Michaela Complojer
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ISBN
978-3-941216-05-1
Erscheinungsdatum
Juli 2009
Auflage
1
Seiten
216
Format
DIN A5
Gewicht
340
Verlag
Rhombos Verlag

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978-3-941216-05-1-2-Vorwort Größe: 162 kB
978-3-941216-05-1-3-Einführung Größe: 205 kB
978-3-941216-05-1-4_Fallbeispiel Größe: 272 kB
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Yvonne Höller, Michaela Complojer

Emetophobie – Die Angst vor dem Erbrechen

Psychologie, aktueller Forschungsstand und Hilfe zur Selbsthilfe

216 Seiten. 11 Abbildungen, 2 Tabellen. DIN A5. Preis: 24,50 Euro
ISBN 978-3-941216-05-1
RHOMBOS-VERLAG, Berlin 2009

Dieses Buch ist gedacht als Hintergrundinformation für Betroffene und Angehörige oder Interessierte. Auch Berufsgruppen, die mit Emetophobikern in Kontakt kommen, können sich hier einen Überblick über vorhandene Erkenntnisse zur Emetophobie verschaffen. Das Buch ist nicht als Ratgeber gedacht, der einem Entscheidungen abnimmt, sondern vielmehr als möglichst umfassende, auch in Grundlagen ausschweifende Sammlung von Informationen, die aber entscheidungsnah, z.B. was die Wahl einer Therapie angeht, aufgebaut ist.
Als Ergänzung zu den Literaturrecherchen führten die Autorinnen auch eine Internetumfrage im online-Forum www.emetophobie.de durch, deren Ergebnisse in diese Arbeit eingeflossen sind.

Vorwort

Im theoretischen Teil des Buches werden wissenschaftliche Erkenntnisse im Allgemeinen und die speziell auf Emetophobie bezogene Forschung dargestellt. Als Ergänzung zu den Literaturrecherchen führten die Autorinnen auch eine Internetumfrage im online-Forum www.emetophobie.de durch, deren Ergebnisse in diese Arbeit eingeflossen sind.
Dieses Buch ist gedacht als Hintergrundinformation für Betroffene und Angehörige oder Interessierte. Auch Berufsgruppen, die mit Emetophobikern in Kontakt kommen, können sich hier einen Überblick über vorhandene Erkenntnisse zur Emetophobie verschaffen. Das Buch ist nicht als Ratgeber gedacht, der einem Entscheidungen abnimmt, sondern vielmehr als möglichst umfassende, auch in Grundlagen ausschweifende Sammlung von Informationen, die aber entscheidungsnah, z.B. was die Wahl einer Therapie angeht, aufgebaut ist. Die Sammlung ist möglichst umfassend, d.h. dass der aktuelle Stand der Forschung zur Emetophobie hier dargestellt werden soll, also mit Berücksichtigung möglichst aller auffindbaren Forschungswerke. Das ist zum einen schwer, weil Emetophobie in vielen Arbeiten nicht als solche bezeichnet wird, weil sie falsch diagnostiziert wurde o.ä. Die jüngere Forschung stammt hauptsächlich aus den Niederlanden (u. a. van Overveld und van Hout, Bouman) und ist zu einem beträchtlichen Teil auch in Niederländisch abgefasst und veröffentlicht. Soweit möglich sind aber auch diese Informationen in das vorliegende Buch eingeflossen.
Als „ausschweifend“ kann diese Informationssammlung bezeichnet werden, weil auch die Sicht der behandelnden Psychologen, deren Vorgehensweise und Instrumente (zur Diagnose, Therapie etc.) dargelegt und erläutert werden. Wer sich also nicht für die Diagnose und Klassifikation der Emetophobie interessiert, wird das betreffende Kapitel eher langweilig finden und kann vielleicht in einem für ihn relevanteren Teil zu lesen beginnen. Empfohlen wird die Lektüre des ganzen Stoffes, weil er als Wissensgrundlage dienen soll. Die vielen Quellen, die in dieses Buch eingeflossen sind, werden im Text stets genannt, d.h. in den entsprechenden Passagen finden sich Verweise (Autorenname/n und Jahr der Veröffentlichung) auf die Originalwerke, die dann im Literaturverzeichnis aufgelistet sind. Wer etwas genauer wissen möchte, kann auf diesem Wege zu weiterführender Literatur kommen.
Leider trifft man im Alltag in Kliniken und ähnlichen Institutionen oft auf Situationen, in denen Menschen mit psychischen Störungen wie Unmündige behandelt werden. Das sollte nicht so sein und wäre auch nicht so, wenn die Betroffenen genug Informationen über ihre Krankheit, den Umgang damit und die Behandlungsmöglichkeiten hätten. Ziel des Theorieteils ist es deshalb, Patienten ein umfangreiches Hintergrundwissen zu verschaffen, das sie in die Lage versetzt, sowohl die Behandelnden als auch die Behandlungen zu beurteilen.
Ich möchte alle Leserinnen um Nachsicht bitten, wenn sie hier nicht die heute oft übliche weibliche Formulierung finden. Als „emanzipierte“ Frau verzichte ich darauf, geschlechtsneutrale Formulierungen zu verwenden, da ich mir erwarte, dass alle Frauen emanzipiert genug sind, um sich bei jedweder Formulierung angesprochen zu fühlen.

Yvonne Höller

Weiterführende Informationen:
Emetophobie bei Wikipedia
GetTogehter: Initiative Emetophobie

Inhalt

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis    7

Glossar        9

Vorwort        11

1    Einführung in eine wissenschaftliche Perspektive    13

2    Allgemeines zur Emetophobie    17
2.1    Klassifikation und Einordnung der Störung    17
2.2.    Diagnose der Emetophobie    20
2.3    Häufigkeit der Emetophobie    24

3    Phänomenologie der Emetophobie    29
3.1    Zeitlicher Verlauf    29
3.2    Angst vor dem Erbrechen in verschiedenen
Varianten    29
3.3    Intensität und Profil der Angst    32
3.4    Vermeidung    33
3.5    Essverhalten    36
3.6    Emetophobiker neigen zum Somatisieren    37
3.7    Übelkeit    39
3.8    Ekel    42
3.9    Beeinträchtigung durch die Angst vor
dem Erbrechen    44

4    Komorbidität und Emetophobie    45
4.1    Der Mensch ist ein Ganzes    45
4.2    Psychische und körperliche Komorbiditäten    46

5    Die Verwandten der Emetophobie –
Fehldiagnosen sind programmiert    49

5.1    Gemeinsamkeiten mit anderen Angststörungen    49
5.2    Zwang    51
5.3    Emetophobie als Ursache oder Folge von Essstörungen?    52
5.4    Emetophobie und Anorexie – Komorbidität oder Subtypen?    54
5.5    Emetophobie und Phagophobie – Angst vor dem Essen?    56

6    Emetophobie und Partnerschaft    59
6.1    Störungen in der Partnerschaft und Persönlichkeit    59
6.2    Vulnerabilitätsfaktor Beziehung    61
6.3    Beziehung als Auslöser    62
6.4    Wenn Beziehungen Störungen am Leben halten
(oder auch umgekehrt)…    63
6.5    Therapeutische Effekte einer Beziehung    65

7    Ursachen, Hintergründe und Interpretationen    67
7.1    Erbe oder Umwelt?    69
7.2    Das bio-psycho-soziale Modell    71
7.2.1    Biologische Komponente    72
7.2.2    Psychologische Komponente    73
7.2.3    Soziale Komponente    78
7.2.4    Zusammenspiel von bio-psycho-sozialen Faktoren    79
7.3    Anschürer und Auslöser    81
7.4    Entstehung der Emetophobie im Kindesalter    84
7.5    Subjektive Theorien    85

8    Therapie der Emetophobie    87
8.1    Psychotherapie    87
8.1.1    Psychoanalyse    90
8.1.2    Verhaltenstherapie    94
8.1.3    Kognitive Therapie    108
8.1.4    Gesprächstherapie    112
8.2    Psychopharmakotherapie    116
8.3    Therapien bei Kindern mit Emetophobie    119
8.4    Selbstheilungsversuche und -wege    121
8.5    Die Poesietherapie als Beispiel für die Gruppe der kreativen Therapien: Schreiben als Hilfe bei psychischen Krankheiten     128
8.5.1    Definitionen von Poesietherapie    128
8.5.2    Gesundheitspolitik    130
8.5.3    Wirksamkeit    132
8.5.4    Poesietherapie – Eine Form der kognitiven Therapie?    134
8.5.5    Poesietherapie und existenzielle Therapie    135
8.5.6    Poesietherapie bei Kindern    135

9.    Kontakte    137

10    Literatur    139

Fallbeispiel einer multimorbiden Emetophobie
Meine Geschichte (Autorin: Michaela Complojer)    143