Rhombos-Online-Nachrichten (RON)
03.09.2009
Kategorie: Allgemein, Life Sciences

Medikamente bei Hirntumoren häufig wirkungslos

Heidelberg (31.08.2009). Wissenschaftler aus Heidelberg, die Hirntumore untersucht haben, fanden heraus, dass in bis zu 75 Prozent der Fälle der sogenannte Todesrezeptor fehlte. Verschiedene Therapieansätze zielen darauf ab, bestimmte Medikamente einzusetzen, die an diesem Oberflächenprotein andocken und der Krebszelle das Signal zum Zelltod geben. Der fehlende Rezeptor ist den Heidelberger Forschern zufolge somit ein wesentlicher Grund, warum Hirntumore schlecht auf bestimmte neue Medikamente ansprechen. In Experimenten an Zellkulturen konnten die Forscher die Tumorzellen dazu bringen, den Rezeptor trotzdem zu produzieren. Mit den Erkenntnissen soll jetzt ein neuer Ansatz für die Bekämpfung von Hirntumoren entwickelt werden. Die Studie wurde am 1. September 2009 im Fachmagazin „Clinical Cancer Research” veröffentlicht.

 

Epigenetic Silencing of Death Receptor 4 Mediates Tumor Necrosis Factor–Related Apoptosis-Inducing Ligand Resistance in Gliomas. In: Clinical Cancer Research, Vol. 15, Issue 17, Sept. 1 2009, p. 5457-5465, doi: 10.1158/1078-0432.CCR-09-1125

clincancerres.aacrjournals.org/cgi/content/abstract/1078-0432.CCR-09-1125v1

Kontakt:Dr. med. Wolf C. Müller, Abteilung für Neuropathologie am Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 220, D-69120 Heidelberg, Tel: 06221 / 56 39 912, eMail: Wolf.Mueller(at)med.uni-heidelberg.de, Internet:

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